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Humanizer · Ratgeber

Synonyme für „im Folgenden“: Textverweise und Verben für die eigene Untersuchung

Statt „im Folgenden“ passen „nachfolgend“, „im nächsten Abschnitt“ oder ein genauer Verweis wie „Kapitel 3 beschreibt …“. Welche Alternative stimmt, hängt davon ab, was der Satz tut. Bei „untersuchen“ und „feststellen“ hilft ein Verb, das sagt, was du getan hast und wie sicher dein Befund ist.

Veröffentlicht Aktualisiert 7 Min. Lesezeit

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Warum sich „im Folgenden“ und ähnliche Wendungen wiederholen

„Im Folgenden“, „untersuchen“ oder „in dieser Arbeit“ sprechen nicht über dein Thema, sondern über deine Arbeit. Die Academic Phrasebank der University of Manchester vergleicht eine Vorschau auf den weiteren Text mit einer Karte, die man jemandem am Steuer zeigt. Die Vorschau muss stimmen und leicht nachvollziehbar sein. Eine Hausarbeit hat viele Übergänge, deshalb wiederholen sich diese Wendungen.

Synonymlisten helfen dabei nur begrenzt. Das DWDS unterscheidet bei „im Folgenden“ zwei Bedeutungen: den anschließenden Textteil und, bei Ereignissen, „daraufhin, danach“. Wörter wie „sodann“ gehören zur zweiten Bedeutung. Sie ordnen Ereignisse oder Schritte, verweisen aber auf keinen Textteil. Konnektoren wie „darüber hinaus“ behandelt der Ratgeber zu wissenschaftlichen Synonymen.

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Beispieltext

Automatisierte Formulierungen Automatisch erzeugte Texte sind häufig sehr gleichmäßig aufgebaut und wirken dadurch distanziert schnell unpersönlich. Genau das fällt beim Lesen auf.

Zitat geschützt

„Die Begleitung entscheidet über den Lernerfolg, nicht das Medium.“

gestrichenneu formuliertZitat, bleibt wörtlich

Original und Ergebnis Wort für Wort vergleichbar

Gleiche Sprache, Bedeutung als Maßstab. Der Bericht zeigt danach die echten Werte der KI-Analyse, auch wenn ein Zielwert nicht erreicht wurde.

Abbildung 1 · Beispieltext. Gestrichene und neu formulierte Stellen bleiben sichtbar, Zitate bleiben unverändert.

Nach vorn verweisen: Alternativen zu „im Folgenden“

Je weiter der angekündigte Inhalt entfernt ist, desto genauer sollte der Verweis sein.

Alternativen zu „im Folgenden“ nach Reichweite
FormulierungWann sie passtBeispiel
im FolgendenDer Inhalt schließt direkt an.„Im Folgenden werden beide Befragungswellen getrennt ausgewertet.“
nachfolgend, die folgende …Vor einer Tabelle, Liste oder Definition. Klingt etwas förmlicher.„Die nachfolgende Tabelle fasst die Stichprobe zusammen.“
im nächsten AbschnittDer Inhalt beginnt nach der nächsten Überschrift.„Im nächsten Abschnitt geht es um die Auswahl der Schulen.“
in Abschnitt 4.2Der Bezug liegt mehrere Abschnitte entfernt.„Wie die Lehrkräfte die Apps bewerten, zeigt Abschnitt 4.2.“
im weiteren VerlaufEine Festlegung gilt über mehrere Abschnitte.„Im weiteren Verlauf steht ‚Lern-App‘ nur für Apps mit Lernstandskontrolle.“
DoppelpunktDie Ankündigung stünde direkt vor dem Inhalt.„Für die Auswahl galten drei Kriterien: …“

Genauer Verweis statt Synonym

Vorher: Im Folgenden wird die Methode vorgestellt. Im Folgenden werden die Ergebnisse dargestellt und diskutiert.

Nachher: Kapitel 3 beschreibt Stichprobe und Fragebogen. Kapitel 4 stellt die Ergebnisse dar, Kapitel 5 ordnet sie in den Forschungsstand ein.

Die Nummer sagt, wohin Lesende springen. Das Verb sagt, was dort passiert. Prüf solche Verweise nach jeder Umgliederung.

Zurückverweisen

  • wie oben beschrieben: für den direkt vorangehenden Absatz.
  • wie in Abschnitt 2.1 dargelegt: wenn der Bezug weiter zurückliegt. „Wie in Abschnitt 2.1 dargelegt, ist der Einsatz der Apps freiwillig.“
  • die eingangs gestellte Frage: für die Forschungsfrage aus der Einleitung.
  • (s. o.), (vgl. Abschnitt 2.1): Diese Kurzformen setzt du in Klammern oder Fußnoten. Im Fließtext schreibst du den Verweis besser aus.

Die eigene Untersuchung beschreiben: Alternativen zu „untersuchen“

„Untersuchen“ passt, wenn du die Forschungsfrage formulierst. Im Methodenteil wollen Lesende wissen, was du konkret getan hast.

Verben für das eigene Vorgehen
VerbPasst, wenn du …Beispiel
erhebenDaten selbst sammelst: Befragung, Messung, Beobachtung.„Die Daten wurden mit einem Online-Fragebogen erhoben.“
auswertengesammelte Daten zählst, berechnest oder kodierst.„Die offenen Antworten wurden kodiert und ausgewertet.“
analysierenMaterial nach einem benannten Verfahren zerlegst.„Kapitel 4 analysiert die Interviews mit einer qualitativen Inhaltsanalyse.“
prüfeneine Hypothese mit offenem Ausgang testest.„Geprüft wird, ob die Nutzung mit der Schulgröße zusammenhängt.“
vergleichenGruppen, Fälle oder Zeitpunkte gegenüberstellst.„Die Arbeit vergleicht Schulen in Stadt und Land.“
rekonstruierenaus Quellen einen Ablauf oder eine Argumentation nachzeichnest.„Kapitel 2 rekonstruiert, wie das Ministerium die Einführung begründete.“

Bildhafte Verben wie „beleuchten“ oder „durchleuchten“ sagen, dass du dich mit etwas befasst. Sie sagen nicht, wie. Im Methodenteil bleibt dann offen, ob du befragt, gemessen oder Texte gelesen hast. Aus „Kapitel 4 beleuchtet die Nutzung von Lern-Apps“ wird: „Kapitel 4 wertet die Antworten von 214 Lehrkräften aus.“

Ergebnisse berichten: Alternativen zu „feststellen“ und „aufzeigen“

Ergebnisverben sagen, wie sicher du bist. Abschwächende Formulierungen heißen in der Sprachwissenschaft Hedging. Laut Academic Phrasebank verringern sie die Stärke einer Behauptung. Diskussionsteile enthalten oft besonders viele davon.

Ergebnisverben nach Stärke der Aussage
VerbStärke der AussagePasst, wenn …
nachweisensehr starkein Verfahren die Aussage eindeutig bestätigt.
belegenstarkdu die Daten oder Quellen nennst, die sie direkt stützen.
zeigen, ergebenstark, beschreibendder Befund unmittelbar in den Daten steht.
sprechen fürvorsichtigmehrere Befunde in eine Richtung weisen.
auf etwas hindeutenvorsichtigsich ein Muster abzeichnet, die Daten es aber nicht absichern.
nahelegenvorsichtig, deutenddu eine Interpretation ableitest, die über die Daten hinausgeht.

Das DWDS umschreibt „nachweisen“ mit „etw. beweisen, belegen, bestätigen“. Die Antworten einer Befragung beweisen deshalb selten etwas. Sie sprechen eher für einen Zusammenhang. Auch fremde Befunde gibst du nicht stärker wieder, als die Quelle sie formuliert. Wie du sie in eigenen Worten wiedergibst, erklärt der Ratgeber zum Paraphrasieren.

Statt „es lässt sich feststellen“

  • „Die Daten zeigen, dass …“ passt, wenn der Befund in den Zahlen steht.
  • „Es zeigt sich, dass …“ ist unpersönlich und kürzer.
  • Die direkte Aussage spart die Ankündigung ganz: „Lehrkräfte an ländlichen Schulen setzen Lern-Apps seltener ein (Tabelle 4).“

Statt „aufzeigen“

  • darlegen: eine Position geordnet ausführen.
  • herausarbeiten: sichtbar machen, was im Material nicht offen steht.
  • verdeutlichen: durch ein Beispiel oder eine Grafik klarer machen.
  • aufzeigen: bleibt passend, wenn du auf ein Problem oder eine Lücke hinweist.

Satzanfänge für das Fazit findest du in den Formulierungshilfen für wissenschaftliches Schreiben.

„In dieser Arbeit“ und die Ich-Form

„In dieser Arbeit“ ist nicht falsch, lässt sich aber oft streichen. Wenn nicht, helfen diese Varianten:

  • die vorliegende Arbeit: förmlich. Passt in Einleitung oder Abstract.
  • hier: innerhalb eines Abschnitts. „Betrachtet werden hier nur Berufsschulen.“
  • der Textteil als Subjekt: „Dieses Kapitel …“, „Die Befragung …“. Eine Arbeitshilfe der TU Dortmund nennt solche Personifikationen und das Passiv („Zunächst wird untersucht, …“) als Wege, das „ich“ zu umgehen.
  • Ich-Form: „Ich beschränke mich auf Berufsschulen, weil …“ Laut Arbeitshilfe kann sie etwa in der Einleitung sinnvoll sein, wenn du Entscheidungen begründest.

Die Vorgaben zur Ich-Form unterscheiden sich. Laut der Dortmunder Arbeitshilfe variieren sie je nach Fach, Fakultät oder Dozierenden. In manchen Fachbereichen ist „ich“ akzeptiert oder sogar erwünscht, in anderen tabu. „Man“ solltest du laut Arbeitshilfe nur sparsam verwenden. Das „wir“ einer einzelnen Person nennt sie veraltet. Kläre die Frage mit deiner Betreuung.

Den eigenen Entwurf flüssig machen

Such im fertigen Entwurf nach „im Folgenden“, „untersuchen“ und „feststellen“. Frag bei jedem Treffer, ob der Satz auf einen Textteil verweist, dein Vorgehen beschreibt oder einen Befund berichtet. Danach wählst du die Alternative, nicht nach der Synonymliste.

Klingt ein Abschnitt danach noch steif, kann der Certentis Humanizer deinen Entwurf natürlicher formulieren. Er ist darauf ausgelegt, Aussagen und Quellenangaben zu erhalten. Im internen Produktionsbenchmark für den Certentis Humanizer (Version 2026-07-28, zehn Fälle) blieben in 8 von 10 Fällen alle Zitate eines Textes exakt erhalten. Gleich deshalb danach jede Kapitelangabe, jede Seitenzahl und jedes Zitat mit deinem Entwurf ab. Protokoll und Grenzen stehen unter Benchmarks und Methodik.

Häufige Fragen

Ja. Eine längere Arbeit braucht solche Wegweiser. Zum Problem wird die Wendung, wenn sie mehrere Abschnitte hintereinander eröffnet oder eine genaue Kapitelangabe ersetzt.

Es ist nicht falsch, sagt aber nicht, was du getan hast. Im Methoden- und Ergebnisteil sind „analysieren“ oder „vergleichen“ klarer.

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Quellen

  1. im Folgenden · Duden online
  2. im Folgenden · Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS), Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
  3. nachweisen · Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS), Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
  4. Wann darf ich in einer wissenschaftlichen Arbeit „ich“ schreiben? (Arbeitshilfe 4: Ich-Gebrauch) · Schreibwerkstatt, TU Dortmund
  5. Academic Phrasebank: Signalling transition · The University of Manchester
  6. Academic Phrasebank: Being cautious · The University of Manchester