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Plagiatsprüfung · Ratgeber

Richtig zitieren: Zitierstile, direkte und indirekte Zitate im Überblick

Richtig zitieren heißt: Ein direktes Zitat gibst du wortwörtlich und in Anführungszeichen wieder, ein indirektes Zitat (eine Paraphrase) in eigenen Worten. Beide brauchen eine Quellenangabe, und zwar eine so genaue, dass jemand die Stelle im Original wiederfindet.

Veröffentlicht Aktualisiert 13 Min. Lesezeit

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Direktes Zitat: Regeln und Beispiel

Ein direktes (wörtliches) Zitat übernimmst du buchstaben- und zeichengetreu aus der Quelle, auch mit alter Rechtschreibung und mit den Tippfehlern des Originals. Die Grundregeln fasst etwa der Leitfaden des Instituts für Philosophie der FAU Erlangen-Nürnberg so zusammen:

  • Kurze Zitate stehen im Fließtext, in deutschen Anführungszeichen „…“.
  • Längere Zitate setzt du als eingerückten Block, und zwar ohne Anführungszeichen. Ab wann ein Zitat als lang gilt, legt dein Leitfaden fest. APA verlangt den Block ab 40 Wörtern, der Flyer des Schreibzentrums der PH Freiburg ab drei bis vier Zeilen, einzeilig und in 10 pt.
  • Die Quellenangabe steht direkt nach dem Zitat. Ein „vgl.“ gehört nicht davor, denn du übernimmst den genauen Wortlaut und nicht nur den Sinn.

Beispiel mit erfundener Quelle: „Eine Quelle lässt sich nur dann nachprüfen, wenn die Angabe genau genug ist, um die zitierte Stelle im Original wiederzufinden.“ (Mustermann 2020: 9)

Plagiatsprüfung

Beispieltext

Hybride Lehre verbindet Präsenztermine mit digitalen Selbstlernphasen. Hartmann (2021) betont, dass die Begleitung über den Lernerfolg entscheidet, nicht das Medium. Mehrere Untersuchungen deuten zudem darauf hin, dass die Motivation von Studierenden in hybriden Formaten steigt, wenn Lehrende regelmäßig Rückmeldung geben. Offen bleibt, wie sich der Mehraufwand für Lehrende langfristig auswirkt.

2 Fundstellen, jede mit ihrer Quelle

  1. Fachartikel zu hybrider Lehre · Korrekt zitiert92 %
  2. Hochschulblog zu Lernmotivation · Offen61 %

Ähnlichkeit ist nicht automatisch ein Plagiat. Ob eine Stelle korrekt zitiert ist, entscheidest du.

Abbildung 1 · Beispieltext. Jede Fundstelle wird mit ihrer Quelle angezeigt.

Zitate richtig kennzeichnen: Auslassungen, Ergänzungen, Hervorhebungen

Ein direktes Zitat darfst du kürzen oder an deinen Satz anpassen, solange der Sinn erhalten bleibt. Jeder Eingriff muss aber sichtbar sein. Die Schreibweisen in der Tabelle folgen dem Leitfaden des Instituts für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig. Andere Leitfäden schreiben manches anders. Der Flyer der PH Freiburg etwa setzt „[sic!]“ mit Ausrufezeichen. Die Beispiele zitieren erfundene Quellen, darunter Brandt (2021), die auch in den folgenden Abschnitten vorkommt.

Eingriffe in ein direktes Zitat und ihre Kennzeichnung
EingriffKennzeichnungBeispiel
Auslassung[…] an der Stelle, an der Text fehlt„Eine ausführliche Rückmeldung […] erklärt Zusammenhänge.“
Ergänzung oder grammatische AnpassungEckige Klammern um das, was du einfügst oder änderst„Sie [die Rückmeldung] erklärt Zusammenhänge.“ oder: mit „ausführliche[n] Rückmeldungen“
Eigene HervorhebungHervorhebung im Zitat, dazu „Herv. d. Verf.“ im Beleg(Brandt 2021: 34, Herv. d. Verf.)
Hervorhebung im OriginalHervorhebung übernehmen, dazu „Herv. i. Orig.“ im Beleg(Brandt 2021: 34, Herv. i. Orig.)
Fehler im Original[sic] direkt nach dem Fehler, der selbst unverändert bleibt„Das Feedbak [sic] blieb ungelesen.“
Zitat im ZitatEinfache Anführungszeichen ‚…‘ für das innere Zitat„Der Begriff ‚Randkommentar‘ bleibt unscharf.“
Sekundärzitat„zitiert nach“, kurz „zit. n.“, vor der Quelle, in der du das Zitat gefunden hast(Brandt 2021: 12, zit. n. Mustermann 2023: 50)

Alte Rechtschreibung wie „daß“ ist kein Fehler und bekommt kein [sic]. Wie du ein Zitat im Zitat setzt und wann ein Sekundärzitat zulässig ist, erklären die Ratgeber Zitat im Zitat und Sekundärzitat. Für Quellen ohne Seitenzahlen gibt es den Ratgeber Internetquellen zitieren, für Text aus einem Chatbot wie ChatGPT den Ratgeber ChatGPT zitieren.

Indirektes Zitat: Regeln und Beispiel

Beim indirekten (sinngemäßen) Zitat gibst du einen fremden Gedanken in eigenen Worten wieder. Die Anführungszeichen fallen weg, die Quellenangabe ist aber genauso Pflicht wie beim direkten Zitat.

Damit die Leserin trotzdem merkt, dass hier jemand anderes spricht, hast du zwei Mittel. Das erste ist „vgl.“ (vergleiche) vor der Quellenangabe. In der Deutschen Zitierweise zeigt es an, dass die Stelle dem Sinn nach aus der Quelle stammt, nicht wörtlich. Im APA-Stil entfällt es. Das zweite Mittel steckt im Satz selbst: der Konjunktiv I oder eine Wendung wie „der Autorin zufolge“ oder „so der Autor“. So bleibt erkennbar, dass du einen fremden Gedanken wiedergibst und nicht deine eigene Position.

Beispiel mit erfundener Quelle: Eine Definition kann entweder beschreiben, wie ein Begriff bereits verwendet wird, oder ihn für die eigene Arbeit neu festlegen (vgl. Mustermann 2020: 14).

Bloßes Umformulieren reicht dabei nicht. Du fasst den Gedanken eigenständig zusammen, so wie du ihn verstanden hast. Auch dann verlangen etwa die Zitierhinweise der Universität Oldenburg eine Angabe, mit der sich die Stelle im Original wiederfinden lässt.

Anders ist es, wenn du dich auf ein Werk als Ganzes beziehst, etwa auf seinen Argumentationsgang, seine Theorie, seine Methode oder sein zentrales Ergebnis. Dann ist laut dem Schreibportal der Universität Leipzig keine Seitenangabe nötig: „vgl. Brandt 2021“. Greifst du eine bestimmte Stelle auf, gehört die Seite dazu: „vgl. Brandt 2021: 14“. Die Fächerkulturen unterscheiden sich hier. In manchen kann ein Verweis ohne Seite als Fehler gelten.

Konjunktiv I und Ersatzformen

Der Konjunktiv I dient laut Duden vornehmlich dazu, indirekte Rede zu kennzeichnen. Manche Formen sehen allerdings genauso aus wie der Indikativ, etwa „sie haben“. Dann nimmst du den Konjunktiv II. Sieht auch der aus wie das Präteritum, etwa „sie zeigten“, hilft die Umschreibung mit „würde“.

Konjunktiv I in der indirekten Rede
IndikativKonjunktiv IErsatzform, wenn die Form gleich aussieht
er ister seinicht nötig
sie hatsie habenicht nötig
er kanner könnenicht nötig
sie wirdsie werdenicht nötig
sie habensie haben (wie Indikativ)sie hätten
sie zeigensie zeigen (wie Indikativ)sie würden zeigen, weil „sie zeigten“ auch Präteritum sein kann

Ganz ohne Konjunktiv geht es auch, solange klar ist, wer spricht. Die Seite „Zitationsregeln“ des Leipziger Schreibportals nennt ihn auf Dauer eine Belastung für den Lesefluss und hält ihn etwa in „Müller zeigt, dass …“ für unnötig. Nach „laut“, „nach“ oder „zufolge“ steht in der Regel der Indikativ: „Laut Brandt (2021) ist …“. Die Handreichung „Verben“ des Schreibzentrums Frankfurt rät, in solchen Teilsätzen auf den Konjunktiv zu verzichten. Sie weist auch darauf hin, dass die Fächer ihn unterschiedlich handhaben.

Redeeinleitungen und was sie über die Quelle aussagen

Mit dem Verb, das ein indirektes Zitat einleitet, sagst du mehr als nur, wer spricht. Die Liste der Newcastle University ordnet solche Verben danach, welche Haltung sie zur Quelle ausdrücken, und weist darauf hin, dass der Zusammenhang mitentscheidet. Für das Deutsche lässt sich das ähnlich gruppieren:

Redeeinleitungen und ihre Wirkung
Verb oder WendungWirkungBeispielsatz
beschreibt, stellt dar, berichtetNeutral: Du gibst wieder, ohne zu werten.Brandt (2021) berichtet, ein Teil der Randkommentare bleibe ungelesen.
zeigt, belegt, weist nachAnnehmend: Du übernimmst das Ergebnis als gesichert.Brandt (2021) zeigt, dass ausführliche Rückmeldungen häufiger zu Überarbeitungen führen.
behauptet, meint, vermutetDistanzierend: Du gibst eine Ansicht wieder, ohne dich ihr anzuschließen.Brandt (2021) behauptet, Randkommentare seien nutzlos.
argumentiert, vertritt die TheseArgumentierend: Die Aussage erscheint als Position, der man widersprechen kann.Brandt (2021) vertritt die These, Feedback wirke erst im Gespräch.
laut, nach, zufolgeHerkunftsangabe: Du nennst die Quelle, ohne dich für die Aussage zu verbürgen. „Zufolge“ steht hinter dem Namen.Brandt (2021) zufolge bleiben viele Randkommentare ungelesen.

Mit „zeigt“ erklärst du ein Ergebnis für belegt. „Behaupten“ heißt dagegen laut Duden auch „(noch Unbewiesenes) als sicher ausgeben“. Das Verb weckt also Zweifel. Wähl es deshalb nach deinem Urteil über die Quelle, nicht nach Abwechslung.

Eine Paraphrase korrekt zitieren

Bei Paraphrasen wird die Quellenangabe leichter vergessen als bei direkten Zitaten. Dort erinnern schon die Anführungszeichen an den Beleg. Eine Paraphrase sieht dagegen aus wie eigener Text, und so rutscht der Beleg leicht durch. Der Grundsatz ist aber derselbe wie beim wörtlichen Zitat: Der Inhalt bleibt fremdes geistiges Eigentum, auch wenn du ihn in eigenen Worten wiedergibst. Wie du einen Gedanken überhaupt sinngemäß wiedergibst, erklärt der Ratgeber Paraphrasieren.

Am Beispiel einer erfundenen Quelle:

  1. Original: „Regelmäßiges Abrufen von Wissen festigt das Langzeitgedächtnis stärker als wiederholtes Lesen desselben Textes.“ (Mustermann 2021: 42)
  2. Paraphrase mit Konjunktiv I und Quellenangabe: Wer sein Wissen regelmäßig abrufe, behalte es länger als jemand, der den Stoff nur wiederholt lese (vgl. Mustermann 2021: 42).
  3. Variante mit dem Namen im Satz: Mustermann (2021: 42) zufolge verbessert aktives Abrufen das Langzeitgedächtnis stärker als passives Wiederlesen.

Beides funktioniert. In der ersten Fassung zeigt der Konjunktiv, dass der Gedanke nicht von dir stammt. In der zweiten steht der Name der Autorin schon im Satz. In die Klammer gehören dann nur noch Jahreszahl und gegebenenfalls Seitenzahl. Stützt du dich über mehrere Sätze auf dieselbe Quelle, muss die Zuordnung nicht in jedem einzelnen Satz wiederholt werden, solange die Leserin jederzeit erkennt, wo die Übernahme anfängt und wo sie aufhört.

Längere indirekte Zitate kennzeichnen

Gibst du über mehrere Sätze die Gedanken einer Quelle wieder, reicht laut dem Online Writing Lab der TH Nürnberg ein Beleg am Ende des Absatzes in der Regel nicht. Ohne Hinweis am Anfang hält die Leserin die Sätze vor dem Beleg für unumstrittenes Grundwissen des Fachs oder für deine eigenen Gedanken. So machst du Anfang und Ende der Übernahme sichtbar:

  1. Nenne die Quelle gleich am Anfang, etwa: „Die folgenden Ausführungen stützen sich auf Brandt (2021), die davon ausgeht, dass …“.
  2. Bleib beim Konjunktiv, solange du wiedergibst. So bleibt in jedem Satz erkennbar, dass weiter die Quelle spricht.
  3. Setz den Beleg am Ende der Passage noch einmal. Wo dabei eine Fußnote steht, regelt dein Leitfaden. Das Online Writing Lab setzt sie vor den Punkt, wenn sie nur einen Satz belegt, und dahinter, wenn sie den ganzen Absatz belegt.
  4. Deine eigene Bewertung schreibst du im Indikativ und kündigst sie mit einem Signal an, etwa „jedoch“ oder „Dagegen spricht“.

Beispiel mit erfundener Quelle: Brandt (2021) geht davon aus, dass ein knapper Randkommentar beim Überarbeiten wenig bewirke. Eine ausführliche Rückmeldung am Textende sei hilfreicher, weil sie Zusammenhänge erkläre. Wer eine solche Rückmeldung erhalte, überarbeite den Text gründlicher (vgl. Brandt 2021: 33–35). Diese Annahme greift jedoch zu kurz, weil sie offenlässt, ob die Studierenden die längeren Kommentare überhaupt lesen.

Der Wechsel in den Indikativ und das „jedoch“ zeigen, dass ab hier dein eigenes Urteil folgt. Ohne dieses Signal könnte die Leserin die Kritik für Brandts eigene Einschränkung halten. Manche Lehrende akzeptieren laut dem Online Writing Lab auch einen einzigen Beleg am Absatzende.

Direktes und indirektes Zitat im Vergleich

Die Tabelle stellt beide Zitatformen nebeneinander und fasst die Regeln der Abschnitte oben zusammen. Die Definitionen folgen dem Schreibportal der Universität Leipzig.

Direktes und indirektes Zitat im Vergleich
MerkmalDirektes ZitatIndirektes Zitat
WortlautBuchstaben- und zeichengetreu wie im OriginalSinn der Quelle in eigenen Worten
AnführungszeichenJa, lange Zitate stattdessen als eingerückter BlockNein
ModusWie im OriginalKonjunktiv I oder Ersatzform; nach „laut“, „nach“ oder „zufolge“ in der Regel Indikativ
„vgl.“NeinJe nach Zitierstil, siehe die Tabelle im nächsten Abschnitt
SeitenangabeImmer, sofern die Quelle Seitenzahlen hatFür eine bestimmte Stelle ja, bei APA optional; beim Verweis auf ein ganzes Werk entfällt sie
Wann sinnvollWenn es auf den genauen Wortlaut ankommt, etwa bei einer Definition oder einer Formulierung, die du analysierstWenn du einen Gedankengang, eine Position oder ein Ergebnis zusammenfasst

Zitierstile im Überblick

Welchen Zitierstil du verwendest, gibt in der Regel dein Fachbereich oder deine Betreuerin vor. Die Tabelle vergleicht drei Zitierweisen. Sie unterscheiden sich vor allem darin, wie der Beleg aussieht und wo er steht. An den Grundregeln für direkte und indirekte Zitate ändert das nichts.

Deutsche Zitierweise, APA und Harvard im Vergleich
ZitierstilBeleg im TextSeitenangabe bei ParaphraseMarkierung indirekter Zitate
Deutsche ZitierweiseFußnote am Seitenende (Kurz- oder Vollbeleg)Ja, je nach Fach unterschiedlich streng gehandhabt„vgl.“ vor der Quellenangabe in der Fußnote
APA (7. Auflage)Autor und Jahr in Klammern im FließtextOptional, empfohlen bei längeren oder komplexen QuellenKeine Anführungszeichen, kein „vgl.“; Autorenname kann im Satz stehen
HarvardAutor und Jahr in Klammern im FließtextJa, bei konkreten Ideen oder ErklärungenKeine Anführungszeichen; Autorenname kann im Satz stehen; „vgl.“ je nach Leitfaden

Bei der Deutschen Zitierweise steht der Beleg in der Fußnote am Seitenende. APA und Harvard setzen ihn in Klammern direkt in den Satz. Wichtiger als das Format ist, dass du es durchhältst: Wechsle innerhalb einer Arbeit nicht zwischen Fußnote und Klammerbeleg, und lass an keiner Stelle offen, wo ein Zitat beginnt und wo es endet.

Was passiert, wenn eine Quelle fehlt?

Eine Plagiatsprüfung vergleicht deinen Text mit vorhandenen Quellen und zeigt dir übereinstimmende oder stark ähnliche Passagen zusammen mit der Fundstelle. Das hilft auch bei Paraphrasen, die nah am Original bleiben. Markiert der Bericht eine Stelle als auffällig ähnlich und steht dort weder „vgl.“ noch der Name der Autorin, ist das noch kein Beweis für ein Plagiat. Es ist aber ein deutlicher Hinweis, dass genau dort eine Quellenangabe fehlt.

Prüf deinen Text deshalb schon beim letzten Korrekturdurchgang. Dann siehst du, welche Paraphrase ihre Herkunft noch nicht zeigt, und kannst den Beleg vor der Abgabe nachtragen. Die Certentis Plagiatsprüfung sammelt solche Stellen in einem Bericht. So gehst du gezielt diese Stellen durch, statt jeden Satz von Hand mit deinen Quellen abzugleichen.

Was ein Ergebnis nicht beweist

Viele Übereinstimmungen heißen nicht, dass abgeschrieben wurde: Zitate und feste Wendungen zählen mit.

Keine Übereinstimmung heißt nicht, dass jede mögliche Quelle geprüft wurde.

Eine Fundstelle ist ein Treffer, kein Urteil. Ob sie korrekt zitiert ist, entscheidest du.

Ein Ergebnis ist ein Anlass, genauer hinzusehen, mehr nicht.

Häufige Fragen

Ja. Auch in deinen eigenen Worten bleibt der Inhalt fremdes geistiges Eigentum. Zu jeder Paraphrase gehört deshalb eine Quellenangabe, in der Deutschen Zitierweise mit „vgl.“ davor. Im Satz selbst zeigen der Konjunktiv I oder eine Redeeinleitung, dass du wiedergibst.

Nein. Der Konjunktiv I kennzeichnet die indirekte Rede, er ist aber nicht die einzige Möglichkeit. Nach „laut“, „nach“ oder „zufolge“ steht in der Regel der Indikativ. Auch nach einer klaren Einleitung wie „Brandt zeigt, dass …“ ist der Konjunktiv entbehrlich, solange erkennbar bleibt, wer spricht. Ob dein Fach ihn erwartet, klärst du am besten mit deiner Betreuerin.

„vgl.“ steht für „vergleiche“. In der Deutschen Zitierweise kennzeichnet es ein indirektes Zitat. Vor einem wörtlichen Zitat fällt es weg, ebenso im APA-Stil. Bei Harvard hängt es vom Leitfaden ab: Der Flyer der PH Freiburg setzt „vgl.“ auch in den Klammerbeleg.

Das legt in der Regel dein Fachbereich oder deine Betreuerin fest, etwa in einem Leitfaden des Instituts. Der Stil bestimmt, ob du mit Fußnoten oder Klammerbelegen arbeitest und ob „vgl.“ dazugehört. Ist nichts festgelegt, frag nach, bevor du dich entscheidest.

Nein. Eine Arbeit folgt durchgehend einer Zitierweise. Das gilt auch, wenn eine Quelle selbst anders zitiert, etwa ein englischer Aufsatz im APA-Stil.

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Quellen

  1. Wie zitiere ich richtig? Ein Leitfaden · FAU Erlangen-Nürnberg, Institut für Philosophie (2024)
  2. Zitieren – Kurze Übersicht zu den wichtigsten Aspekten des wissenschaftlich korrekten Zitierens · Schreibzentrum der Pädagogischen Hochschule Freiburg (2021)
  3. Zitierhinweise für DaF/DaZ, Fachdidaktik Deutsch, Niederdeutsch und Sprachwissenschaft · Universität Oldenburg, Institut für Germanistik
  4. Zitatformen · Universität Leipzig, Schreibportal
  5. Zitationsregeln · Universität Leipzig, Schreibportal
  6. Leitfaden Zitation und Literaturverzeichnis (nach APA bzw. DGPs) · Universität Leipzig, Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft
  7. Studierenden-Handreichung „Verben“ · Schreibzentrum der Goethe-Universität Frankfurt am Main (2023)
  8. Längere indirekte Zitate · Technische Hochschule Nürnberg, Online Writing Lab (2025)
  9. Konjunktiv I oder II? · Duden
  10. Konjunktiv II oder würde-Form · Duden
  11. Quellenangaben mit „laut“, „zufolge“, „nach“, „gemäß“ etc. · Duden
  12. behaupten · Duden
  13. Reporting verbs · Newcastle University, Academic Skills Kit
  14. Quotations · American Psychological Association, APA Style
  15. In-Text Citations: The Basics · Purdue University, Purdue Online Writing Lab
  16. Leeds Harvard Introduction · University of Leeds Library